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Nach
22 Rennen in sechs Monaten endete die Saison 2007 am vergangenen Wochenende in
Rockingham für uns perfekt mit einem Sieg im letzten Meisterschaftslauf des
Jahres.
Bei
den offiziellen Testfahrten, zwei Wochen zuvor auf derselben Strecke, haben wir
uns eine sehr gute Basis erarbeitet und so gingen wir optimal vorbereitet in
unser finales Wochenende. Meine zweitbeste Zeit im freien Training zeigte, das
wir auf dem richtigen Weg waren und stimmte uns für zuversichtlich.
Das
Qualifying für das erste Rennen gestaltete sich dann als Lotterie. Die
zunehmend abtrocknende Strecke ließ die absolut schnellsten Runden erst in den
letzten Minuten der Zeitenjagd erwarten. So startete ich meine letzte fliegende
Runde genau rechtzeitig in den letzten Sekunden der Session, geriet dann aber
leider in den Verkehr einiger langsamer Kollegen. Letztendlich konnte ich noch
einen neunten Startplatz „retten". Die Bedingungen im zweiten Qualifying waren
deutlich besser und es war schnell klar, dass jetzt wieder die beste Fahrer-/Fahrzeugperformance
über die Pole Position entscheiden würde. Mein Carlin-Formel3 war perfekt und
mit diesmal freier Fahrt konnte ich mir mit einem komfortablen Vorsprung den
besten Startplatz für das letzte Rennen der Saison sichern.
Ich
hatte nicht gerade einen meiner besten Starts in das erste Rennen und so
konnten mich einige Kollegen überholen. Im Gegensatz zum Qualifying hatte sich
das Handling irgendwie verschlechtert und ich mehr mit mir selber als mit
meinen Konkurrenten zu kämpfen. Eine
Position konnte ich in der sechsten Runde gutmachen, als mein Teamkollege Sam
Bird wegen einer defekten Antriebswelle aufgeben musste. Für den Rest des
Rennens gab es keine weiteren Platzierungsveränderungen und so beendete ich das
Rennen auf Rang zehn, in der Hoffung, das das zweite Rennen besser laufen
würde.
Für
das zweite Rennen hatte ich von Beginn an ein gutes Gefühl das ich um den Sieg
fahren kann, wurde dann aber beim Start von Gonzalez überrascht, der wirklich
gigantisch gut weg gekommen ist. Ich hatte nicht bemerkt, dass er einen
Frühstart hingelegt hatte, auch wenn mir dieser Gedanke kurz in den Sinn
gekommen ist. Da ich aber nicht darauf vertrauen konnte, dass er wirklich eine
Durchfahrtsstrafe bekommen würde, machte ich soviel Druck wie möglich, um
wieder an ihm vorbei zu kommen. Letztendlich musste Gonzales seine „drive
through" dann doch antreten und ich konnte in Runde sechs die Führung wieder
übernehmen. Mir gelang es einen beruhigenden Abstand zu meinem Teamkollegen Sam
heraus zu fahren und freute mich riesig über meinen dritten Saisonsieg in der
britischen Formel3 Meisterschaft.
Es
war ein perfektes Rennen. Ich konnte mir das Rennen sehr gut einteilen und
zeigen, dass wir hier verdient gewonnen haben. Ein sehr gutes und sehr wichtiges
Ergebnis zum Saisonabschluss. Natürlich bin ich enttäuscht, dass es mir nicht
gelungen ist den Meistertitel zu gewinnen, aber ich denke wir haben eine sehr
starke Saisonleistung gezeigt.
Ich
danke meinem gesamten Team für Ihre harte Arbeit. Mein Wagen war heute einfach
fantastisch. Matt, mein Ingenieur, hat einen großartigen Job gemacht, ebenso
wie meine beiden Mechaniker und das gesamte Team in der zurückliegenden Saison.
Sie haben sich diesen Sieg mehr als verdient. Es ist einfach großartig die
Saison so zu beenden wie sie begonnen hat - mit einem Sieg!
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