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Der erste Punkt war möglich |
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Montag, 30 Juni 2008 |
Zunächst einmal möchte ich allen meinen Fans danken, die mich bei meinem Heimrennen auf dem Norisring so gut unterstützt haben. Auch wenn jedes DTM-Rennen und jede DTM-Strecke für mich etwas Neues und Spannendes darstellen, war der Lauf in Nürnberg mit 140.000 Zuschauern ein echtes Saisonhighlight. Auf dem Norisring bin ich in meiner Karriere vor einigen Jahren das letzte Mal in einem Formelauto gefahren. Der Blick auf die voll besetzte Steintribüne gegenüber der Boxengasse ist einmalig.
Auch der kleine Stadtkurs ist etwas ganz Besonderes. Die 2,3 Kilometer kurze Strecke verzeiht keinen Fehler. Auf jeder anderen Strecke kann man kleine Patzer in der nächsten Kurve wieder gut machen, aber nicht auf dem Norisring. Umso erfreulicher, dass ich ausgerechnet auf so einer kompliziert zu fahrenden Runde zum zweiten Mal Q2 erreicht habe. Meine C-Klasse war topp vorbereitet, und ich konnte mich voll aufs Fahren konzentrieren. Platz 12 ist mein bisher bestes Resultat in einem DTM-Qualifying und damit ein Erfolg. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass auch ein noch besseres Resultat möglich gewesen wäre.
Dafür blieben mir aber immer noch 74 Runden Renndistanz. Dafür war ein guter Start die Grundvoraussetzung. Wie schon in den letzten Rennen kam ich wieder sehr gut aus den Startblöcken und nach der Grundigkehre hatte ich schon einige Konkurrenten überholt. Leider ist mir Alexandre Prémat im Schöller-S aufs Heck gefahren und hat mich so von der Linie gebracht. Dadurch habe ich direkt fünf Plätze verloren, sonst wäre ich als Achter aus der ersten Runde zurückgekommen. So musste ich von Platz 13 meinen Angriff starten.
Ich habe mich an die Fersen von Mathias Lauda geheftet. Rundenlang beobachtete ich seine Linie, machte richtig Druck, um dann vorbeizugehen. Sofort setzte ich mich von Lauda ab. Das war wichtig, um bei den beginnenden Boxenstopps etwas Luft nach hinten zu haben. Da ich relativ spät zum Tanken und Reifenwechseln kam, sammelte meine ersten DTM-Führungskilometer und konnte die freie Fahrt vor meinen beiden Stopps voll ausnutzen. Als alle zweimal getankt und neue Pneus aufgezogen hatten, war ich schon bis auf Rang neun nach vorne gekommen. Ich muss dazu sagen, dass mein Team bei Strategie und Boxenstops an diesem Wochenende wieder eine Top Leistung abgeliefert hat.
Direkt nach dem zweiten Boxenstopp war ich nah an Oliver Jarvis dran. Als ich ihn überholen wollte in der Dutzenteichkehre, Lenkte er ein. Er hat mich wohl nicht gesehen und es kam zur Kollision – ein ganz normaler Rennunfall, der mich leider etwas zurückgeworfen hat. Im Anschluss musste ich meiner bis dahin schnellen Fahrt Tribut zollen. Die Bremsen ließen nach und um das gute Ergebnis nicht zu gefährden, war Speed rausnehmen angesagt. Daher musste ich auch Ralf Schumacher und Mathias Lauda vorbei lassen. Dass ich trotzdem am Ende als Neunter gewertet wurde, lag an einem technischen Defekt bei Ralf und der nachträglichen Disqualifikation von Garry Paffett. Ich bin also denkbar knapp an meinem ersten Punkt in der DTM vorbeigeschrammt.
Jetzt geht es an die holländische Küste nach Zandvoort. Die Piste verändert sich wegen der Sandverwehungen ständig, was für uns Fahrer eine echte Herausforderung darstellt. Mit dem guten Ergebnis aus Nürnberg im Rücken, will ich dort meinen ersten DTM-Punkt holen.
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