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Guter Speed auf dem Nürburgring Drucken
Montag, 28 Juli 2008

080727.jpgAn diesem Wochenende auf dem Nürburgring waren bei mir und in unserem Team wirklich alle Emotionen vertreten. Angefangen beim Regen im Qualifying mit einem glücklichen Ende für mich, bis hin zum unglücklichen und ärgerlichen Rennunfall mit Katherine Legge in der 25. Runde.

Die Chance in die Punkte zu fahren wurde mir allerdings schon am Start genommen, aber es gibt viel Positives, dass ich jetzt mit nach Brands Hatch zum nächsten Rennen mitnehme.

Das Qualifying lief für unser ganzes Team wirklich sehr gut. Wir waren bei den sehr schwierigen Bedingungen schnell unterwegs und ich konnte mich direkt hinter meinem Teamkollegen Ralf Schumacher auf Platz acht im ersten Qualifying einreihen – uns trennten lediglich 65 Tausendstel. Es war ein schönes Gefühl bei solch schwierigen Bedingungen meinen bisher besten DTM-Startplatz zu holen. Wegen des starken Regens musste bekanntermaßen das zweite Quali-Segment Q2 abgebrochen werden und Q3 gab es gar nicht mehr. Die Entscheidung der Rennleitung, abzubrechen war absolut richtig. Ich hatte beispielsweise bis in den sechsten Gang noch durchdrehende Räder.

Der Start zum Rennen war weder besonders gut noch besonders schlecht. Ich hielt meine Position und bog neben Paul di Resta, der einen super Start hatte, in die Mercedes-Arena ein. Leider hatte Tom Kristensen auf der Poleposition eine besonders langsame Einführungsrunde gefahren. Mit seinen Regenreifen hoffte er wohl auf den ersten Schauer. Dadurch hatte sich mein Motor zu stark erhitzt und die Motorelektronik meiner C-Klasse wechselte genau in der ersten Kurve unter Rennspeed in den Sicherheitsmodus und schaltete den Motor ab. Mindestens 20 Sekunden habe ich am Rand der Strecke gestanden, bevor es weiter gehen konnte. Über Funk wurde mit dem Team die Taktik geändert. Wir entschieden uns, mit dem ersten Boxenstopp so lange wie möglich zu warten, für den Fall, dass es doch noch regnet und ich dann eventuell direkt auf Regenreifen wechseln konnte. Die Runden bis dahin war ich wirklich gut unterwegs und mit schnellen Zeiten war es möglich wieder aufs Feld aufzuschließen.

Nach dem ersten Boxenstopp war ich dann direkt hinter Katherine Legge. Ich übte richtig Druck auf sie aus und in der 25. Runde konnte ich mich in der NGK-Schikane neben sie setzen. In der Coca-Cola-Kurve wollte ich dann innen vorbei. Doch sie kam immer weiter rüber. Ich weiß nicht, ob sie mich nur abblocken oder in die Box wollte, aber egal, was sie vorhatte: es hätte den Unfall nicht geben dürfen. Ich kann mich schließlich nicht in Luft auflösen. Für die Boxeneinfahrt hätte Legge bremsen, mich durchlassen und dann abbiegen müssen. Stattdessen kam sie immer näher, bis sie mich touchierte und sich vor mir drehte. Als ich sah, dass Legge wieder zurück auf die Strecke kam, bremste ich stark ab, doch sie verzögerte im gleichen Tempo wie ich und wir rutschten gemeinsam ins Kiesbett.

Von Platz acht ins Rennen zu gehen und dann mit so viel Pech auszufallen ist sehr ärgerlich. Es wäre schön gewesen ein ganz normales Rennen zu fahren und dann am Ende den ersten DTM-Punkt zu holen, zumal der Grundspeed des Autos wirklich gut war. Ich denke, dass wir im Team eine sehr gute Leistung gezeigt haben, was der Punkt von Ralf Schumacher beweist. Das alles sind die positiven Dinge, die wir jetzt nach Brands Hatch mitnehmen. Auf der kürzesten Strecke im Rennkalender soll es für mich dann weiter bergauf gehen.
Euer Maro.

 
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