|
Seit dem letzten DTM-Rennen auf dem Nürburgring haben wir eine echte Sommerpause. Eine so lange Unterbrechung Mitten in der Saison ist zwar sehr ungewöhnlich, aber es war eine willkommene Gelegenheit Dinge zu tun, für die man sonst zwischen den Rennen keine Zeit hat.
Am meisten habe ich mich darüber gefreut, Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden verbringen zu können. Insbesondere die Woche, die ich mit meinem Großvater auf dem Land nahe Stuttgart verbrachte habe konnte ich richtig genießen. In einer langen Saison, in welcher wir normalerweise permanent unterwegs sind, ist es sehr entspannend ein paar Tage abseits der Hektik verbringen zu können.
Dennoch blieben genügen aufregende Tage, um keine Langeweile aufkommen zu lassen. Direkt von Nürburgring ging es zur Kartbahn nach Kerpen (die Rennstrecke auf der Michael und Ralf Schuhmacher aufgewachsen sind), wo ich gemeinsam mit meinen Kollegen der Deutsche Post Academy einen speziellen Tag für die Kart-Stars von morgen organisiert habe. Wir konnten den 9-11 jährigen Kartfahrern so mit unserer Erfahrung viele Tipps geben und es hat viel Spass gemacht zu sehen wie sie diese umgesetzt haben, ich muss sagen, einige der Kids haben wirklich Talent.
Von Kerpen ging es weiter nach Budapest, wo ich wieder bei einem Wohltätigkeits-Fußballspiel der „Nazionale Piloti“ gemeinsam mit Michael Schuhmacher, Giancarlo Fisichella, Sebasitian Vettel und vielen anderen gegen das Ungarische All Star Team auf dem Rasen stand. Das Spiel endete 6:6 und es war ein fantastischer Abend an dem wir mehr als 40.000 EUR für wohltätige Zwecke zu Verfügung stellen konnten. Das Gefühl vor 13.000 Zuschauern in einem Stadion zu spielen ist einfach unbeschreiblich.
Nach meiner Rückkehr von Budapest habe ich an zwei Promotion-Tagen für Mercedes Benz teilgenommen. Einmal in der Mercedes Benz World in Brooklands, ein perfekter Ort für alle die Mal die gesamte Modellpalette von Mercedes Benz sowie einige seltene Ausstellungsfahrzeuge live erleben wollen. Den zweiten Tag habe ich bei der Mercedes Benz Niederlassung in Düsseldorf verbracht, einer der größten Mercedes Niederlassungen in Deutschland. Ebenfalls sehr beeindruckend.
Durch die lange Pause merke ich erst was ich richtig vermisse: Rennen fahren in meiner JungeSterne AMG Mercedes C-Klasse. Ich konnte zwar in der Zwischenzeit auch ein paar schnelle Runden drehen, doch die unterscheiden sich doch sehr von dem was ich sonst auf der Rennstrecke mache – Driften war angesagt! Für die Speed Academy war ich erstmalig zur Unterstützung der neuen Kandidaten als „Coach“ im Einsatz, habe ich mir aber die Gelegenheit für ein paar Drifts mit einem phantastischen SLK 55 Black Series, der freundlicher Weise von Mercedes und AMG zur Verfügung gestellt wurde, nicht nehmen lassen.
Die Kunst ein Fahrzeug bewusst im instabilen Fahrzustand zu halten ist ein unglaubliches Gefühl und hilft sehr ein viel besseres Empfinden dafür zu entwickeln, was man mit einem Auto machen kann. Gerade unter feuchten Bedingungen kann dies im Rennen ein entscheidender Vorteil sein.
Natürlich habe ich die Zeit ebenfalls genutzt um an meiner Fitness zu arbeiten. Die Gelegenheit dies vier Wochen lang konsequent während der Saison zu tun ist sehr selten. Mit meiner Kondition bin ich sehr zufrieden und ich freue mich schon auf mein nächstes Rennen in Brands Hatch. Es mag etwas merkwürdig klingen, aber nach Brands Hatch zu gehen ist für mich wie eine kleine Rückkehr nach Hause. In 2006 und 2007 bin ich auf der Insel in der Britischen Formel 3 Meisterschaft gefahren und habe dort immer noch viele Freunde. Kurz bevor ich mich nach Brands Hatch aufmache, werde ich noch meinen 23. Geburtstag feiern und anschließend versuchen mir am nächsten Wochenende das größte Geschenk selber machen: Ein Ergebnis in den Punkten auf der Strecke an die ich viele gute Erinnerungen habe.
Keep Racing
Euer Maro
|